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17
Juli
2009

Die Armutsindustrie

Derzeit entsteht ein neuer Markt rund um Armut und Hartz IV bei denen viele abkassieren, nur nicht die Betroffenen selbst. Die Reportage von der Autorin Eva Müller zeigt auf, wie Geschäftemacher mit 1-Euro-Jobbern und “subventionierten Mitarbeitern” viel Geld “erwirtschaften” und die Menschen selbst weiterhin in Armut gehalten werden. Müller greift ein brisantes Thema auf, dass bislang in den öffentlichen Medien kaum behandelt wurde. Um so wichtiger, dass möglichst viele Menschen die Reportage sehen.

Danke an Armin für den Link.


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104 Kommentare

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Zao
schrieb am 17. Juli 2009 um 09:42 Uhr Gravatar von Zao

Das ist halt ein zweischneidiges Schwert… auf der einen Seite ist es eine Frechheit dass Öffentliche Gelder so benutzt werden. Andererseits haben die Leute Arbeit, was heutzutage schonmal was wirklich gutes ist.
Ich hab selber ne weile als billige Arbeitskraft gearbeitet (aka Praktikant der alles mögliche machens muss) und das obwohl ich nen Gymnasiumsabschluss gemacht habe.

Aber meine alternative wäre gewesen zu kündigen und Stempeln zu gehen. Als unqalifizierte Arbeitskraft ist es heutzutage wirklich schwer nen anständigen Job zu bekommen und ich mach lieber nen scheissjob als garnix zu verdienen.

Wenigstens fängt bei mir bald das Studium an, dann hab ich wenigstens wieder was gescheites zu tun.

cadgar
schrieb am 17. Juli 2009 um 10:21 Uhr Gravatar von cadgar

“Ich hab selber ne weile als billige Arbeitskraft gearbeitet (aka Praktikant der alles mögliche machens muss) und das obwohl ich nen Gymnasiumsabschluss gemacht habe.”

ein gymnasiumabschluss ist überhaupt nichts wert. von daher ka warum du das so herausstellst und denkst als praktikant würde man etwas anderes machen nur weil man andere schulabschlüsse hat.

abgeschlossene ausbildung und berufserfahrung, das ist es worauf es ankommt

Zao
schrieb am 17. Juli 2009 um 15:37 Uhr Gravatar von Zao

Es ging auch mehr darum dass auch wenn man die Arbeit scheisse ist und man von der Ausbildung/Erfahrung her auch was deutlich besseres machen könnte, man meistens auch was schlechteres nimmt solange man einfach Arbeiten kann.

Das mein Abschluss kein optimaler Abschluss ist ist mir selber bewusst, allerdings weiss ich auch dass es bessere Jobs geben würde als Kaffee holen und Boden putzen, da ich zB mit dem Schwerpunkt Wirtschaft&Recht eine genügende Ausbildung in zB Buchhaltung bekommen habe. (Ich habe auch einige Freunde/innen die mit demselben Abschluss/demselben Notenschnitt bei Banken Arbeit gefunden haben.)

Aber wie gesagt, mir ist klar dass mich die Kantonsschule auf ein Studium vorbereitet, nach welchem ich auch hoffentlich eine gut bezahlte Stelle finde.

 
Welyen
schrieb am 17. Juli 2009 um 17:03 Uhr Gravatar von Welyen

“abgeschlossene ausbildung und berufserfahrung, das ist es worauf es ankommt”
@Cadgar leider ist das auch nicht wahr. vllt nur in meiner Branche aber das denke ich wird Überall so sein. In Großmetzgereien muss heutzutag kein Augebildeter Metzger mehr am Kutter stehn und Wurst herstellen. genausowenig am füller. Es ist ein Arbeitsschritt der immer und immer wieder wiederholt. wird. tag für Tag für Tag. Und nach 2-3Monaten sieht eine Aushilfe auch ob dem Brät (der fertigen Wurstmasse) noch was felt oder nicht. Warum sollte eine Firma dann nen Metzgermeister einstellen mit z.B. 15€ Brutto bei 12 std. am Tag wenn es doch genug Arbeitslose gibt die den selben Job nach 3 Monaten draufhaben für nur 7 € Brutto.

Da muss man ja fast schon sagen manche Firmen wäre selberschuld wenn sie keine Aushilfen oder Subventonierte Praktikanten einstellen.

so far Weylen aka. Braínafk

 
 
Klippenschiss
schrieb am 17. Juli 2009 um 11:48 Uhr Gravatar von Klippenschiss
 
joachim
schrieb am 17. Juli 2009 um 13:19 Uhr Gravatar von joachim

nen Gymnasiumsabschluss ^^ heißt das nicht Abitur *lach

ist aber schon traurig mit einem “Gymnasiumsabschluss” eine “unqalifizierte Arbeitskraft” sein zu müßen …

Zao
schrieb am 17. Juli 2009 um 15:23 Uhr Gravatar von Zao

Nein bei uns in der Schweiz heisst das Matura, und dafür besucht man ein >>Gymnasium<< (Kantonsschule bei uns) Da ich nichts falsches sagen wollte (dh "ich habe ein Abitur") schreibe ich lieber dass ich einen Gymnasiumsabschluss habe, was wohl jeder mit "ich habe ein Gymnasium besucht, den nötigen Notenschnitt am Schluss gehabt und die Prüfungen bestanden).

Zao
schrieb am 17. Juli 2009 um 15:40 Uhr Gravatar von Zao
(Weitere Kommentare werden keine neue Ebene erzeugen)
 
Ganymed
schrieb am 17. Juli 2009 um 19:45 Uhr Gravatar von Ganymed

“Gymnasiumabschluss” heißt auf Deutsch “Gymnasialabschluss”

(Weitere Kommentare werden keine neue Ebene erzeugen)
 
 
 
Gaia
schrieb am 17. Juli 2009 um 14:21 Uhr Gravatar von Gaia

Wenn es darum geht “etwas zu tun zu haben” geh ich doch lieber zu wirklich gemeinnützigen Vereinen, DRK und co. und arbeite dort. Da verdiene ich zwar nichts, vielleicht bekommt man Aufwandsentschädigung, aber es werden keine Gelder unnütz verschwendet.

 
Volker
schrieb am 17. Juli 2009 um 14:38 Uhr Gravatar von Volker

„Als unqalifizierte Arbeitskraft ist es heutzutage wirklich schwer nen anständigen Job zu bekommen“

Das stimmt natürlich, aber für qualifizierte Menschen ist es auch nicht generell einfach. Ich kenne jemanden, der einen 1 Euro Job hat und ein Hochschul- Diplom vorweisen kann. Also es gibt hier durchaus Leute, die auch was gelernt haben und nun stell dir vor der nimmt dir deinen ‘normalen’ Arbeitsplatz weg, weil er für den Arbeitgeber viel billiger ist, aber dasselbe leistet wie du!? Lustig, oder?

Trias
schrieb am 17. Juli 2009 um 15:05 Uhr Gravatar von Trias

Die Unternehmen werden teilweise gezwungen so zu handeln. Wenn eine Firma entscheidet: “Wir zahlen unseren Mitarbeitern angemessene Gehälter” und und die Konkurrenz beschäftigt lauter 1€ Jobber, dann ist die erstgenannte Firma ganz schnell vom Markt verschwunden.

Da muss also nicht einmal böse Absicht dahinterstecken. Entwerder man paßt sich an den “Erfolgskurs” ser Konkurrenz an oder geht zu Grunde.

Wie üblich eine gut gemeinte Idee der Politik, die (nicht zu Ende gedacht) nach hinten losgeht.

 
 
 
Samwow
schrieb am 17. Juli 2009 um 09:59 Uhr Gravatar von Samwow

Das war meiner Meinung von vornerein klar wer sich nur ein bisschen Gedanken über 1€ Arbeit macht dem ist sofort klar das dabei nichts gutes raus kommen kann.
Da kann man nur von glück sprechen das man selbst nicht in so einer situation ist.

lord Percival
schrieb am 17. Juli 2009 um 10:53 Uhr Gravatar von lord Percival

Da stimme ich wohl mal zu. Denn eigentlich sollte wirklich jedem klar sein, dass ein 1€-Job, nun echt nichts gescheites ist. Na klar, Arbeit zu haben ist natürlich schon was gutes, in der heutigen Zeit, und viele sind wohl auch zu frieden, damit, dass sie wenigensten einen Job haben, aber auf lange Zeit gesehen bringt das ja auch nichts.

 
 
Astyr
schrieb am 17. Juli 2009 um 10:11 Uhr Gravatar von Astyr

armes armes Deutschland!!!! So kann man die soziale Wirtschaft auch kaputt machen! Mal sehen wie lange das gut geht!

eXul
schrieb am 17. Juli 2009 um 16:08 Uhr Gravatar von eXul

1) es gibt keine “soziale” Wirtschaft.

2) Zeigt der Bericht nur die ersten 10cm der spitze des Eisbergs. Die ganzen betriebe die sich im Dienstleistungsgewerbe auf diesem Gemeinnützigen sektor tummeln, sind noch viel schlimmer als der Trampolin Hersteller. Und wenn der Mechaniker bei der “neuen Arbeit” sagt im freien MArkt würde er das Doppelte verdienen, ist er kein 1 € Jobber. Denn dann wäre es das 4-5 fache.

Aber egal ein Anfang ist der bericht, aber es gibt noch viel gravierendere Missstände in diesem bereich.

 
 
Lunalight
schrieb am 17. Juli 2009 um 10:15 Uhr Gravatar von Lunalight

Es ist erbärmlich was in deutschland passiert seit so inkompentente Polikter aus ner Schnappslaune heraus 1 € Job erfunden haben.meinem bruder ist genau das selbe passiert mit der Stelle.Er hat sich dort beworben,haben voher alle festangestellten rausgeworfen.Hilfsarbeiter angestellt und die können sie rumschubschen und drangsierlien für nur hälfte des Geldes, man bedenke Chemiebetrieb ist schwere körperliche arbeit.
Inzwischen arbeitete erhrenamtlich bei nem Jugendzentrum verdiennt damit mehr als wenn sich nen armutsjob anehmen müsste.

Kusa
schrieb am 17. Juli 2009 um 19:28 Uhr Gravatar von Kusa

Wenn du einige Politiker inkompentent findest wieso versuchst du es dan nicht besser zu machen ?
Ich kann es irgentwie nicht verstehen das sich so viele Leute darüber beschweren was Politiker machen und es trotzdem kaum einen gibt der versucht es besser zu machen.
Außerdem versteh ich es nicht wieso so viele Leute sich immer weiter beschweren und nicht einfach glücklich damit sind wie es gerade ist.
Denkt doch mal alle zum Beispiel an die Krankenversicherungen in Deutschland wie die zum Beispiel zu Amerika sind.

Atenjo
schrieb am 17. Juli 2009 um 23:22 Uhr Gravatar von Atenjo

Ich hasse es wenn die Leute immer mit diesem Argument anrücken. Damit klärt sich wohl immer alles was ? Das wäre genauso wenn du einem Maler Geld gibts damit er dein Zimmer anstreicht, Du zu ihm nach vollendeter Arbeit sagst: “das gefällt mir aber nicht”, er dir aber nur seinen Pinsel in die Hand drückt und meint “Machs doch besser” und verzieht sich einfach. Soll man deshalb Maler werden ? nur um sein Zimmer zu streichen ? Wenn ich etwas in der Politik ändern will brauche ich gewisse Qualifikationen dafür, welche ich bsw. als Feinwerkmechaniker nicht besitze, ich muss mich in meinen Beruf stätig weiterbilden sonst bin ich zu “unflexibel” und weg, und da soll man dann also noch Zeit haben sich Professionel mit Politik zu beschäftigen ? Ich bitte dich ! Ich wähle Politiker damit sie meine Meinung vertreten und dafür bekommen sie auch wie der Maler Geld von mir, um Deutschland zu “renovieren”. Und verdammt noch mal ich hab genaus so das recht nen Maler die Leviten zu lesen wenn er beim Auftrag meine Fensterrahmen zu streichen die Scheibe gleich mitgestrichen hat, als einen Politiker der veranlasst hat Geld zu schaffung von Simulierter Arbeit auszugeben !

Kusa
schrieb am 18. Juli 2009 um 12:34 Uhr Gravatar von Kusa

Ich find es aber trotzdem nicht richtig Politiker einfach als inkompetent zu bezeichnen, denn ich weiß das sie sich bei allem etwas denken. Außerdem versteh ich nicht wieso man immer und immer wieder Politiker beschimpfen muss, wieso wählt man sie einfach nicht und gut ist.

Nochdazu musst man nicht direkt in den Bundestag gehen um etwas zu bewirken man kann sich auch für eine Partei entscheiden und in ihr eintreten, das würde schon reichen.

(Weitere Kommentare werden keine neue Ebene erzeugen)
 
 
 
 
ventrix
schrieb am 17. Juli 2009 um 10:24 Uhr Gravatar von ventrix

Leiharbeitnehmerfirmen werden stärker subventioniert.
Die bekommen hier im Saarland rund 800€ pro Mitarbeiter im Monat vom Staat in den Arsch geschoben. Natürlich zahlen die Firmen, in denen die Mitarbeiter Zeitarbeit leisten dem Unternehmen auch ziemlich viel im Vergleich zum Lohn.
Verdienen tun die rund 7€/Stunde, bezahlt wird bis zu 22€/Stunde.
Ist der Mitarbeiter im Monat voll am arbeiten, gibts dadurch rund 2100€ Umsatz. Und das in der Regel Mal 200 nehmen.

Ich finde die Reportage sehr lückenhaft. Es wird nicht gesagt, wieviel die Unternehmen daran verdienen, das werden sie wohl auch nicht wissen.
Es gibt auch sinnvolle Maßnahmen, z.B. Transfergesellschaften. Man bekommt bei Arbeitslosigkeit in der Regel auch mit neuer Arbeit selbst noch für eine bestimmte Zeit lang Zuschüsse von ca. 80% des alten Lohnes. Wird auch nicht erwähnt. Wer dann jahrelang als 1€-Jobber rumhängt… selbst Schuld.
Leiharbeitnehmerfirmen z.B. suchen immer Mitarbeiter, da verdient man mehr. Einfach vorbeigehen und vorstellen.

 
Morhaith
schrieb am 17. Juli 2009 um 10:27 Uhr Gravatar von Morhaith

der bericht ist wirklich gut und informativ….. sehr übberraschend, dass so etwas ausgerechnet von den öffentlich-rechtlichen sendern produziert wird…..
aber nicht nur mit den 1-euro-jobbern werden merkwürdige sachen veranstaltet:
ich arbeite derzeit z.b. nur halbtags, um jetzt aber von der arbeitsagentur z.b. eine umschulung zu bekommen müsste ich mein festes arbeitsverhältnis kündigen (obwohl es zeitlich kein problem währe, da meine arbeit erst am späten nachmittag beginnt)…. würde ich jetzt aber meine arbeitsstelle aufgeben um eine umschulung zu bekommen, bekäme ich vom arbeitsamt erstmal ne 3 monatige sperre, da ich ja aus “eigenem verschulden” arbeitslos wäre…. da kann man echt nur noch den kopf schütteln

Klippenschiss
schrieb am 17. Juli 2009 um 15:37 Uhr Gravatar von Klippenschiss

das ist allerdings sehr merkwürdig

 
 
Blutexe
schrieb am 17. Juli 2009 um 10:32 Uhr Gravatar von Blutexe

Willkommen in der modernen Sklaverei

NoX
schrieb am 17. Juli 2009 um 15:00 Uhr Gravatar von NoX

Ach ja? Es gibt genug Möglichkeiten das zu umgehen. Wenn du es allerdings ok findest das die Leute die arbeiten gehen das faule rumliegen der anderen bezahlen dürfen kannst du dich gerne bei irgendwelchen linken Parteien melden. Die sehen das nämlich auch so.

NoWa
schrieb am 17. Juli 2009 um 15:39 Uhr Gravatar von NoWa
Explizit
schrieb am 18. Juli 2009 um 16:45 Uhr Gravatar von Explizit

lölz. Wieso haben euch eure Eltern nichts vernüftiges beigebracht,sag mir das mal? Ich wette ihr beschäftigt euch nicht halbwegs mit der Politik.. so eine schwachsinnige Aussage. IHR zahlt auch für die Subventionierung von Deutschland. UND ICH HABE ARBEIT! also nicht mit so nem scheiss Argument kommen, das ich keine hätte und deshalb so argumentieren müsste.

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Mondy
schrieb am 17. Juli 2009 um 18:08 Uhr Gravatar von Mondy

Du hast schon mitbekommen das die 1 Eurojober weiterhin ALG bekommen ? und somit “Leute die arbeiten gehen das faule rumliegen der anderen bezahlen” noch mehr zahlen,damit einer 12 tage(für ein Projekt wofür man für 14tage zeit hat) im inet surft?.

Dann soll der doch bitte zuhaus bleiben …und 14 tage surfen …

Blutexe
schrieb am 17. Juli 2009 um 18:27 Uhr Gravatar von Blutexe

Ich heisse diese Sache mit Sicherheit nicht gut, ich bin selber Hartz4 bezieher und musste schon des öfteren in solchen betrieben arbeiten. Glaub mir, du schuftest die gleiche zeit, du machst dass gleiche wie die “normelen” Arbeitnehmer und bekommst nichtmal einen Bruchteil von dem was die bekommen. Zudem kommt noch dass hinzu was Mondy sagte, ihr “normalen” bezahlt also doppelt für uns H4ler.

Wieso ich nicht richtig arbeiten gehe ? Dutzende bewerbungen schon dieses jahr geschrieben und nichts bekommen. Aussage meines Sachbearbeiters, als ich fragte für eine Umschulung / Weiterbildung / Job :”Durch die Wirtschaftskriese werden wir erst ende 2010 wieder Jobs richtig verteilen können.”

I

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Explizit
schrieb am 18. Juli 2009 um 16:52 Uhr Gravatar von Explizit

Ich find das alles sowas von arm, Leute. Ernsthaft! Ich denkt keine drei Meter. DAS PROBLEM ist, das Leute sich lieber auf Arbeitslose verlassen, die dann auch wieder nen Job bekommen, die dann von der “Gesellschaft” (ich bezeichne diese längst nicht mehr als solche) gemobbt werden und sich mit iwelchem Scheiss herumschlagen müssen, die ausgedröängt und als “Schmarotzer” bezeichnet werden. SO, FÜR ALLE DIE ES NICHT MTIBEKOMMEN HABEN!
JEDER, ja ABSOLUT JEDER kann arbeitslos werden. Sei es durch Krankheiten, Stellenabbau etc.
WENN man nach ALG1 keine Job findet, dann MUSS man einen Ein-Euro-Job machen. Informiert euch doch bitte mal etwas genauer.

btt: Klar ist es scheisse, was gemacht wird. KLAR WERDEN DIESE LEUTE AUSGEBEUTET. aber es ist Gang ung Gebe. So ist Deutschland, so ist die Welt.

ps: schaut euch mal “wie funktioniert Geld” auf Youtube an, dann wisst ihr warum das Geld uns alle kaputtmacht. Und nein, mir ist noch kein brauchbarer Ersatz eingefallen.
Aber solch SCHLECHT GEWÄHLTEN aussagen kann ich partout nicht ab.

 
 
 
 
 
Nibulun
schrieb am 17. Juli 2009 um 10:38 Uhr Gravatar von Nibulun

Ich finde es gut das dieses Thema mal in der Öffentlichkeit mit der dringend benötigten Kritik behandelt wird. Ich war selbst betroffen und habe 2008 auf 1 € Basis in einem Wohnheim für geistig Behinderte gearbeitet. Da ich gelernter Einzelhandelskaufmann bin war dies natürlich eine große Umstellung für mich. Das eigentlich erschreckende an diesem Job war, das ich genauso behandelt wurde wie ein fest angestellter Mitarbeiter. Dies schliesst u.a. Wochenendarbeit, 3 Schicht-System und Überstunden mit ein. Der einzige Unterschied zu dem festen personal war das ich (logischer Weise) keine medizinischen Vorgänge tätigen durfte. Im gegensatz zu meinen Kollegen gab es selbstverständlich auch keine Bonusvergütungen wenn man Sonntags oder Nachts arbeiten musste. Da ist der Frustfaktor dem entsprechend hoch. Naja ein halbes Jahr später saß ich dann wieder beim Arbeitsamt und es hatte sich an meiner Grundsituation rein gar nichts geändert ausser das die Betreiber des Wohnheims für ein halbes Jahr einen (quasi) festen Mitarbeiter für Lau hatten. Selbsteverständlich wurde ich an meinem letzten Arbeitstag von dem nächsten 1 € Jobber abgelöst.
Zum Glück konnte ich durch Eigeninitiative im Januar wieder einen festen Job finden, der fade Beigeschmack des 1€ Jobs ist aber bis heute in Erinnerung geblieben.

 
Elanisa
schrieb am 17. Juli 2009 um 10:49 Uhr Gravatar von Elanisa

Ich bin auch davon betroffen (beispiel am Ende Video 3). Bin gelernter Konditor. Nach meiner Ausbildung ging die Firma pleite.
Das Arbeitsamt hat mich zu einer Druckerrei geschickt mit so einem “eingliederungsgutschein”. Die Druckerei müsste nur 50% meines Lohns zahlen, die anderen 50% zahlt die Arga.
So wurde ich nach 2 Wochen Probezeit unter diesem Vertrag eingestellt.
Genau nach 12 Monaten wurde ich entlassen. Offiziell heisst es “Stellenabbau, schlechte Wirtschafft etc…” ..
Aber mir ist klar, ich wurde entlassen weil die 12 Monate Arga-Unterstützung ablief.

Die besagte Firma hat kurze Zeit darauf einen Nachfolger für mich gefunden, und die große Überraschung: Auch wieder unter diesem 50%/50%-Vertrag.
Armes Deutschland sage ich nur…

 
Ceroc
schrieb am 17. Juli 2009 um 10:51 Uhr Gravatar von Ceroc

Sowas geht gar nicht, solche Betriebe beuten den Staat aus und versklaven Menschen. Made in Germany ist das bestimmt nicht.
Alles was Gewerkschaften über Jahrzehnte aufgebaut haben geht so zugrunde.

Es ist einfach unglaublich das viele denken wir müssten uns an China orientieren.

Ich wäre wirklich dafür einen Made in Germany Stempel einzuführen der zeigt wo und ob das Produkt mit Rechten Dingen entstanden ist.

Mich regt das ganze so auf weil ich schon oft Babyspielzeug gekauft habe das einen Made in Germany Stempfel hatte. Es stellte sich dann heraus das 1 Teil von 6 Teilen wirklich aus Deutschland kam der Rest war China.

Strickschal
schrieb am 17. Juli 2009 um 16:56 Uhr Gravatar von Strickschal

Is aber so wenn die Leute immer billiger einkaufen wollen, muss doch irgendwo de Preis gedrückt werden. Und wenn nicht in China, dann in Germany…

 
 

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